Digitale Plattformen und ERP – Teil 5: Beteiligungsmöglichkeiten von ERP-Anbietern und -Anwendern

Im Kontext der Plattformökonomie gibt es für einen ERP-Anbieter grundsätzlich zwei Beteiligungsmöglichkeiten: a) Der ERP-Anbieter ist Kunde einer Plattform, um sein eigenes Lösungsangebot zu optimieren. Hier bieten sich folgende Möglichkeiten: b) Das ERP-Unternehmen agiert selbst auf Plattformanbieter-Seite. Hier bieten sich im Wesentlichen drei grundsätzliche Optionen für eine Positionierung an:

  • Plattformbetreiber: Der ERP-Anbieter betreibt eine eigene SaaS-Plattform rund um sein ERP-Angebot und verantwortet die gesamte Lösungsinfrastruktur – von der Ebene des IaaS bis zu den Geschäftsanwendungen. Zur Ergänzung des Lösungsangebotes sowie zur Ausprägung branchenspezifischer Varianten bietet er auf seiner Plattform auch Lösungen und Apps von Partnern an. Optional umfasst das Plattformangebot zudem Lösungen für IoT und / oder einen Marktplatz für Business Apps, datenbasierte Dienste oder Business Process Outsourcing.
  • Plattformpartner: Als bevorzugter (bis hin zum »exklusiven«) Partner des Plattformbetreibers bietet das ERP-Unternehmen seine Lösungen über eine externe Plattform an. Dabei kann sich sein Angebot durchaus auch an andere ERP-Anbieter richten, die im Plattform-Ökosystem als Partner agieren und z.B. Branchenlösungen auf Basis der ERP-Lösung entwickeln.
  • SaaS-Anbieter: Das ERP-Unternehmen bietet sein System und / oder seine IoT-Lösungen als ein Angebot von vielen auf einer externen Plattform an.
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Dirk Bingler

Über Dirk Bingler

Der diplomierte Wirtschaftsinformatiker Dirk Bingler ist Vorsitzender des Arbeitskreises ERP im BITKOM. Hauptberuflich ist er Sprecher der Geschäftsführung der GUS Deutschland GmbH und verantwortlich für das Software-, Beratungs- und Servicegeschäft des Kölner ERP-Spezialisten für die Prozessindustrie mit über 170 Mitarbeitern in Deutschland. Bingler startete seine Karriere 1997 bei der Siemens AG, wo er in den folgenden 6 Jahren verschiedene IT-Management-Aufgaben in Deutschland und USA übernahm. 2003 wechselte Bingler vom Großkonzern in den Mittelstand zur Samhammer AG in Weiden. Als Vice President eBusiness baute Bingler erfolgreich das Geschäft für eine cloudbasierte After-Sales-Service-Suite auf bevor er Anfang 2011 zur GUS wechselte.

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