ERP nach der Digitalen Transformation – Teil 4: Neue ERP-Architekturen für neue Geschäftsmodelle

Durch die Digitalisierung entstehen vielfältige Möglichkeiten für die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle. Vernetzung, Mobilität, Cloud und Künstliche Intelligenz (KI) sind hierbei die Enabler, während das ERP-System für die Steuerung und Integration der Anwendungen sorgt. Beispiele für solche neuen Geschäftsmodelle sind:

  • die Individualisierung/Personalisierung von Produkten
  • Services als Ergänzung zu einem Produkt oder einer Maschine
  • Smart Products/Smart Services, z. B. eine laufende Optimierung von Parametern für die Materialdisposition
  • 3-D-Druck vor Ort, z. B. bei der Einzelfertigung oder der Instandhaltung von Maschinen

In diesem Zusammenhang verändern sich aber auch die ERP-Systeme: Unternehmen fragen zunehmend ERP-Lösungen nach, die speziell auf die Bedürfnisse einzelner Branchen zugeschnitten sind. So könnten die klassischen generischen (branchenunabhängigen) ERP-Systeme von einem Partner »veredelt« und so auf spezielle Branchen zugeschnitten (vertikalisiert) werden. Eine andere Möglichkeit sind modulare Lösungen, die bereits im Standard auf die verschiedenen Branchen zugeschnitten sind. Denkbar ist aber auch, dass sich in Zukunft zunehmend digitale Branchenplattformen (z. B. 365FarmNet oder Axoom) durchsetzen werden. Welche Formen der Vertikalisierung sich durchsetzen werden, bleibt abzuwarten.

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Über Philipp Wetzchewald

Philipp Wetzchewald arbeitet seit Februar 2015 als Projektmanager und wissenschaftlicher Mitarbeiter am FIR e.V. an der RWTH Aachen. Zuvor studierte Herr Wetzchewald Wirtschaftsingenieurwesen mit der Fachrichtung Maschinenbau an der RWTH Aachen. Neben diversen ERP-Auswahlprojekten begleitete er zudem Systemauswahlen im Bereich MES bei mittelständischen Unternehmen. Am FIR leitet Herr Wetzchewald die Gruppe Produktionsplanung, welche sich forschungsseitig mit Themen rund um IT und Prozesse, Digitalisierung, ERP & MES sowie Logistik auseinandersetzt. Darüber hinaus ist er für das ERP-Innovationslabor am Cluster Smart Logistik verantwortlich, welches für den direkten Transfer von Forschungsergebnissen aus dem Bereich Produktionsmanagement und Logistik in die Praxis steht.

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