Die Zukunft von ERP im Kontext von Industrie 4.0 – Teil 3: ERP macht »Smart Products« smart

Ein Objekt erhält durch ERP-Systeme eine Identität, ergänzt um Kontextinformationen über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Die Identität eines Produktes wird definiert durch Ident-, Serien- oder Chargen-Nummern, während Kontextinformationen wie Auftrag, Kunde, Verwendungszweck, Termin, Priorität erklärend ergänzt werden können. Alle diese Informationen liegen typischerweise im ERP-System vor. Werden diese Informationen mittels ID-Systemen übergeben, dann werden nicht nur Produkte »smart«, sondern auch sonstige Ressourcen, wie zum Beispiel Maschinen oder Werkstücke.

Zudem integrieren ERP-Systeme (Cloudbasierte) Dienste zur Datenanalyse und Prognose (Predictive Analytics Services). Für Integrationsleistungen mit Cloud-Services stellen ERP-Systeme die erforderlichen (Planungs-)Daten bereit und nehmen die resultierenden Ergebnisse entgegen, welche dann wiederum in die Unternehmenssteuerung einfließen. Hierzu benötigen ERP- und MES-Systeme eine Infrastruktur, die sie zur Speicherung und Auswertung großer Datenmengen befähigen. Über die heute üblichen klassischen, relationalen Datenbankmanagementsysteme hinaus werden dazu neue Technologien wie In-Memory- Datenbanken oder NoSQL-Datenbanken genutzt. Darüber hinaus sind für die Dokumentation des Produktionsablaufs im Kontext von Industrie 4.0 dynamische Datenmodelle vonnöten, wie sie z. B. von NoSQL-Datenbanken unterstützt werden. In Verbindung mit entsprechenden Cloud-Services bedienen die ERP-Systeme in erheblichem Maße die zukünftigen Anforderungen an die geforderte Analytik der Daten bis hin zur Nutzung von künstlicher Intelligenz zur Selbststeuerung von Prozessen.

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Über Michael Finkler

Michael Finkler verantwortet das Business Development der proALPHA Gruppe und ist Mitglied der Konzerngeschäftsleitung. In seinen Zuständigkeitsbereich fallen auch die Kooperationen mit führenden Forschungsinstitutionen und Verbänden. Hier engagiert er sich für die Entwicklung praxistauglicher Industrie-4.0-Lösungen, unter anderem als Vorstandsmitglied des VDMA Fachbereich Software und Digitalisierung, des VDMA Landesverband Mitte und des Bitkom Arbeitskreis ERP, sowie als Mitglied des Forschungsbeirats des FIR e.V. an der RWTH Aachen. Seit mehr als 25 Jahren beschäftigt sich Michael Finkler mit Organisationsberatung und Einführung von ERP-Systemen in mittelständischen Unternehmen. Als Gründer und Vorstandsvorsitzender der ALPHA Business Solutions AG hat er seit 1994 die Einführung und Betreuung von mehr als 350 ERP-Projekten begleitet. Zuvor sammelte er als Projektleiter und Leiter der ERP-Beratung bei Hewlett-Packard umfangreiche praktische Erfahrungen durch die Arbeit an zahlreichen Projekten mit unterschiedlichen IT-Systemen.

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